Helfen Aprikosenkerne gegen Krebs?

22. September 2020

Die Theorie

Der weiche, innerer Kern des Aprikosenkerns wird seit vielen Jahren als Mittel gegen Krebs beworben. Die Theorie dahinter: Das Amygdalin aus den Kernen, was während der Verdauung in giftige Blausäure umgewandelt wird, soll die Krebszellen schädigen. Dadurch soll der Krebs aus dem Körper verschwinden.

Zusätzlich wird das Amygdalin in vielen Quellen als Vitamin B17 beschrieben. Ein Mangel an diesem Vitamin B17 (Amygdalin) verursache die Krebserkrankung und somit müsse zur Heilung dieser Mangel lediglich durch den Verzehr von Aprikosenkernen, die das Amygdalin enthalten, ausgeglichen werden.

Der Faktencheck

In Laborexperimenten konnte die Theorie, dass die Blausäure die Krebszellen schädige, keines Falls bestätigt werden. Im Gegenteil: Schon geringe Mengen an Aprikosenkernen können stark gesundheitsschädlich sein, Vergiftungen hervorrufen und sogar zum Tod führen. 

Besonders problematisch: Bei den im Internet angebotenen Aprikosenkernen umgehen einige Händler die Vorschriften, wodurch die zulässigen Blausäurehöchstgehalte um das 90-Fache überschritten werden!

Außerdem ist Amygdalin/B17 kein Vitamin! Ein sogenanntes "Vitamin B17" gibt es nicht. Deshalb kann es auch keinen Mangel an dieser Substanz geben, der dann eine Krebserkrankung auslöst.

Fazit

Die Theorien können nicht wissenschaftlich belegt werden und Amygdalin ist für unseren Körper nicht nur NICHT notwendig – Es schadet uns sogar in zu großen Mengen!

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